-47- Beim Anwalt

Nachdem wir also dieses wundervollen Schreiben von der Anwältin erhalten hatten, machten wir einen Termin bei unserem Anwalt. Es dauerte noch ein bisschen zum Termin und in der Zwischenzeit erreichten uns endlich die Duplikate von U-Heft und Impfausweis. Bezahlt hatten wir diese schon vor einiger Zeit, aber es dauerte halt ein wenig bis sie den Weg zu uns gefunden hatten. Also mussten wir auch noch kurzfristig einen Termin für die letzte U-Untersuchung und eine Impfung machen. Diese fehlte nämlich noch und wir hatten nur bis Anfang April Zeit, weil dann die Frist ablaufen würde. Ende März hatten wir noch Glück mit einem Termin, alles sehr knapp.

Aber zurück zum Thema!

Vorher hatten wir ja dann doch noch den Termin beim Anwalt. Er freute sich uns zu sehen und erkundigte sich gleich, ob es uns allen nun gut ginge und alles klappen würde. Wir erklärten ihm, dass es uns an sich schon gut ginge und auch der Kleinen, aber es mal wieder etwas schwierig mit Frau Ex wäre. Wir wussten nicht wie wir nun weiter damit umgehen sollten. Er las sich das Schreiben durch und war ebenfalls fassungslos. Wir redeten darüber und auch darüber wie man sich eigentlich als Eltern verhalten sollte. Er merkte scheinbar schnell bzw. wusste er das ja, dass wir das Prinzip verstanden hatten und sagte nur: „Wenn wir ehrlich sind? Das einzige, was diese Frau braucht, ist einen Psychiater!“

Oh jaaa!

Auch wenn es hart klingt, aber es ist leider so. Wir hatten auch das Gefühl, dass sich die Situation niemals verbessern würde, wenn Frau Ex nicht endlich lernt die Dinge zu verarbeiten, richtig zu verstehen und besser damit umzugehen. Unser Anwalt meinte dann auch, dass wir halt nichts wirklich tun können als das so hinzunehmen und abzuwarten, ob von Frau Ex noch etwas kommt. Aber mir fiel dann noch etwas ein und ich fragte ihn danach. Meine Idee war, dass wir regelmäßig, z.B. alle 3 Monate so eine Art Bericht an Frau Ex schicken könnten. Dieser sollte dann wichtige und auch eventuell unwichtige, aber interessante Informationen über die Kleine enthalten. Diese Idee sollte verhindern, dass Frau Ex irgendwann behaupten könnte, dass sie ja von nichts wüsste. Da wir so nicht mit ihr sprechen konnten, keine E-Mailadresse hatten oder sonst was, dachte ich halt daran das einfach schriftlich per Post zu senden oder vielleicht könnte man das ja auch mit Hilfe des Jugendamtes weiterleiten.

Unser Anwalt hielt diese Idee für sehr gut und erklärte uns auch, dass es sowas öfter auch mal gibt. Er nannte es Situationsbericht. Dieser enthält dann wichtige Informationen und kann auch Dinge, wie was das Kind zur Zeit gerne isst oder welche Lieblingsfarbe es hat oder was es gerne in der Freizeit macht usw. enthalten. Somit hätten wir also dann unseren Teil erfüllt und könnten uns nichts vorwerfen lassen. Er sagte auch, dass man ja auch noch 1-2 Bilder der Kleinen reinlegen könnte oder sie etwas für die Mama malen könnte. Somit waren wir damit alle einverstanden.

Und weiter?

Eine weitere Frage von uns bezog sich auf die Kosten bzw. den weiteren Verlauf dieser Schreiben. Ich erklärte, dass es doch total bescheuert sei, wenn Frau Ex zu ihrer Anwältin rennt, diese ein Schreiben an unseren Anwalt schickt und der das an uns weiterleitet, wir dann wieder unsere Antwort an ihn weitergeben und er ein Schreiben an die Anwältin schickt, diese dann wieder an Frau Ex und dann immer so hin und her falls irgendetwas ist. Und außerdem müsste das ganze dann auch noch Geld kosten, weil ja das Verfahren beendet wurde.

Er stimmte mir zu und meinte, dass er besseres und wichtigeres zutun hätte als so ein Kindergarten. Und er erklärte auch, dass das Verfahren beendet wurde und er dadurch nicht mehr durch die Verfahrenskostenhilfe bezahlt werden würde. Wir also für jedes neue Schreiben bezahlen müssten und er das auch für unnötig halten würde, da diese Schreiben von Frau Ex eh meistens blödsinnig sind. Also einigten wir uns darauf, dass er noch ein letztes Schreiben an ihre Anwältin schicken würde, in dem er die Vorwürfe abweisen würde und nochmal erklären würde, dass er nun nicht mehr für uns zuständig sei und man sich bei uns direkt melden sollte bzw. wir dann regelmäßig den Situationsbericht schicken würden.

Na also!

Dann hatten wir nun also einen Plan und konnten zufrieden nach Hause fahren. Wir waren auch echt zufrieden mit der Arbeit unseres Anwalts. Dadurch dass er Fachanwalt für Familienrecht ist, hatten er das nötigen Wissen und die Erfahrung. Man merkte auch immer, dass er sich wirklich für die betroffenen Kinder interessierte und an sie dachte. Also wenn wieder etwas kommen sollte, dann immer wieder er!

Ich kann auch allen nur empfehlen sich wirklich einen Fachanwalt zu nehmen, ansonsten hat man echt schlechtere Karten und man möchte ja erfolgreich um seine Kinder kämpfen. Man kann es schaffen!

Liebe Grüße,
Rose

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