-37- Beginn des Gutachtens

Wir warteten schon 3 Wochen auf den Beschluss für das Gutachten. Irgendwas konnte da nicht stimmen, sonst ging es schneller. Wir hatten währenddessen schon wieder 2 mal Umgang mit klein M. und das war schön, aber man wollte auch nicht mehr warten.

Das dauerte zu lange!

Also rief M. bei unserem Anwalt hier vor Ort an und der hatte nichts bekommen. Danach rief er dann mal bei unserer Anwältin dort an und siehe da! Sie dachte, dass unser Anwalt die Papiere auch bekommen hätte. Blöd gelaufen! Aber sie schickte uns den Beschluss dann schnell per E-Mail zu und sagte, dass die Gutachterin mit Sicherheit schon auf uns wartet. Na toll! Das macht ja bestimmt nicht so einen guten Eindruck.

Zuerst schauten wir uns die Unterlagen an. Es war wieder das Protokoll der Verhandlung dabei und das war für uns sehr gut geschrieben. Alles wurde schriftlich festgehalten. Die Manipulation von Frau Ex, die guten Aussagen vom Verfahrensbeistand und das klein M. sich in einem starken Loyalitätskonflikt befindet. Dann kam der Beschluss. Wir hatten also eine Gutachterin, die Familienpsychologin ist. Klingt ja erstmal ganz gut. Danach standen dann die Fragen dort:

Ist zu erwarten, dass die Aufhebung des gemeinsamen Aufenthaltsbestimmungsrechts dem Kindeswohl am besten entspricht? Bei welchem Elternteil sollte das Kind unter Berücksichtigung des Kindeswohls seinen Lebensmittelpunkt haben?

Und zu guter Letzt, dass was mich am meistens freute. Das Gutachten hatte eine Frist bis Ende Januar 2019 bekommen und somit sollte es doch nicht so lange dauern. Denn zu dieser Zeit war es schon Mitte November und das bedeutete auch, dass es gar nicht mehr so viel Zeit war, um das Gutachten fertig zu stellen. Ich schaute in den Kalender und es wäre nur noch 4 mal Umgang bis Ende des Gutachtens. Hoffentlich klappt das!

Also rief M. auch gleich am nächsten Tag bei der Gutachterin an und erklärte ihr, warum wir uns erst jetzt melden konnten. Sie fand es gar nicht so schlimm und machte mit M. einen Termin für das erste Gespräch aus. Da am nächsten Wochenende sowieso Umgang war, machten sie aus, dass wir am Sonntag nachdem wir klein M. nach Hause gebracht haben zu ihr in die Praxis fahren würden.

Wir waren schon ziemlich aufgeregt und man merkte immer mehr, wie schwierig es für klein M. war. Die letzten Male und auch diesen Freitag spürte man sehr, wie sie in dem Loyalitätskonflikt war. Während sie noch bei Frau Ex stand, wollte sie nicht zu uns kommen. Sie musste lange mit ihr reden und man hörte auch mal, wie die Kleine zu ihr sagte, dass sie doch nicht wollen würde, dass sie zu Papa geht. Die Kleine weinte nie, aber es war schwer für sie. Als sie dann endlich doch zu uns gekommen war, war alles wie weggeblasen. Plötzlich freute sie sich bei uns zu sein und es war keine Rede mehr davon, dass sie eigentlich gar nicht zu uns wollte. Sie machte also eigentlich nur das, was Frau Ex von ihr erwartete, um keinen Ärger zu bekommen und ihrer Mutter zu gefallen.

Trotzdem hatten wir jedes Mal und auch dieses Mal ein sehr schönes Wochenende. Wir waren am Samstag wieder im Schwimmbad und genossen alle die schöne Zeit. Am Sonntag wollten wir uns dann beeilen, sodass wir pünktlich nach der Übergabe zu der Gutachterin fahren konnten. Doch keiner von uns hatte geahnt oder war auch nur ansatzweise darauf vorbereitet, was bei der Übergabe passieren sollte.

Ihr wisst ja! Schlimmer? Geht immer!

Liebe Grüße,
Rose

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