-33- Gerichtsverhandlung #3.2

Es war Montag, ein Tag vor der Verhandlung und wir wollten uns noch einmal mit unserer Anwältin treffen, um alles zu besprechen. Doch am Morgen erhielt M. erstmal einen Anruf von dem Anwalt für Strafrecht und es ging um die Anzeigen.

Die Akte war da!

M. machte mit ihm ab, dass sie uns die Akte per E-Mail schicken würden, weil wir das eventuell am nächsten Tag für die Verhandlung nutzen könnten. Voller Anspannung saßen wir auf dem Sofa der Ferienwohnung und warteten auf diese E-Mail. Und etwa eine Stunde später, der erlösende Ton des E-Mailpostfaches. Aber was wir dann lesen mussten, machte vor allem mich wieder mal sehr wütend. Klar, was haben wir erwartet? Es ist klar, dass das alles wieder erstunken und erlogen war, aber diese Dreistigkeit! Das Frau Ex glaubte damit durch zu kommen!

Sie legte eine von ihr selbst zu Hause geschriebene Stellungnahme der Polizei vor. Darin beschrieb sie, dass M. ein Stalker sei. Nach deren Trennung hätte er sich weder um sie, noch um klein M. gekümmert. Im Mai 2017 lernte sie ihren jetzigen Ehemann kennen und M. wäre ebenfalls im Mai 2017 zu ihr gekommen, um sie zurück zu gewinnen. Er wollte sie heiraten und saß weinend bei ihr in der Wohnung, aber als sie ablehnte, hörte er plötzlich auf zu weinen und wurde wütend. Später erhielt sie eine Nachricht von ihm, wo er drohte sich umzubringen, wenn sie nicht wieder mit ihm zusammen käme. Diese Nachricht habe sie leider nicht mehr, aber ihre Freundin Nr.1 hätte sie damals auch gelesen und könnte das bezeugen. Und weil sie nicht wollte, dass sich wegen ihr ein Mensch umbringt, hielt sie weiter Kontakt zu ihm. Ein paar Monate später musste sie den Kontakt aber abbrechen. Danach hätte M. sich bei sämtlichen Ämtern und im Kindergarten als ihr Ehemann ausgegeben, um an ihre neue Telefonnummer ranzukommen. Beweise dafür, hatte sie keine. Nur ihr Ehemann und ihre Freundin Nr.1 konnten das angeblich bezeugen.

Und wegen der Nötigung! M. hätte Freundin Nr.2 gedroht die Kleine nicht mehr zurück zu bringen, wenn Frau Ex sich nicht mit ihm treffen würde. Er hätte der Freundin Nr.2 gesagt, dass er sie zurück haben wolle und Frau Ex deshalb die Übergaben machen solle, damit er sich an sie ranmachen könne. Aber darüber, dass ich dabei war fiel kein Wort und das wir die Kleine hingebracht haben, nachdem wir eine Vollmacht erhalten hatten, auch kein Wort. Sie gab nur an, dass sie sich genötigt fühlte gegen ihren Willen Kontakt zu M. haben zu müssen, obwohl doch bei der Gerichtsverhandlung Nr.2 beschlossen wurde, dass M. ihr nicht mehr zu Nahe kommen dürfe und die Freundin Nr.2 vom Gericht als Mittelsperson festgelegt wurde.

Bitte was?

Schockiert darüber war dann auch unsere Anwältin. Sie gab bei der Polizei etwas von der Gerichtsverhandlung an, was gar nicht stimmte. Im Gegenteil! Bei Verhandlung Nr.2 wurde doch ihr gesagt, dass sie aufhören solle zu glauben das M. sie zurück haben wolle. Auch ansonsten widersprach sich einiges. Zum Beispiel, das sie bei Verhandlung Nr.1 angab, dass M. sich sonst gekümmert hatte, aber ab März 2017 einfach nicht mehr kam. Ihr Mann schrieb mir ja mal eine SMS, worin er sagte, dass M. und Frau Ex von Januar bis Mai 2017 eine Affäre hatten. Und bei der Polizei gab sie nun an, dass er erstmals im Mai 2017 wieder bei ihr war. Also was denn nun? Unsere Anwältin notierte sich alles und druckte einiges aus. Sie war guter Dinge für die Verhandlung, aber trotzdem wäre es auf Grund der Entfernung eine schwierige Sache.

Frau Ex war immerhin arbeitslos und hatte kein Auto. Es blieb die Frage offen, ob es ihr dann möglich wäre den Umgang wahrzunehmen, wenn klein M. bei uns leben würde. Aber mir war das egal! Nicht ob Umgang stattfinden würde, aber meiner Meinung nach, gibt es immer einen Weg, wenn man es nur will. Es gibt Züge, Busse und Flugzeuge. Es gibt Zuschüsse vom Amt um Umgang wahrzunehmen, für Väter und Mütter die es sich nicht leisten können. Und auch wir würden uns bereit erklären die Sache zu unterstützen. Man trifft sich auf der Hälfte oder so. Alles ist möglich!

Und nur eins war uns wichtig! Es musste aufhören! Klein M. durfte nicht mehr manipuliert werden, denn sie würde auf Dauer daran kaputt gehen. Mit diesem Ziel legte wir uns am Abend ins Bett, denn am nächsten Morgen erwartete uns wieder der Weg zum Gericht, der Weg in den Kampf.

Liebe Grüße,
Rose

Ein Gedanke zu “-33- Gerichtsverhandlung #3.2

  1. Ich drück euch die Daumen! Der Hass und die Ablehnung von M als Mensch und Vater durch Frau Ex ist unerträglich und dass sie das alles in dieser Art und Weise massiv auf ein klein M. überträgt finde ich unerträglich. Mir tut eure Kleine unglaublich leid.

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