-32- Gerichtsverhandlung #3.1

Wir hatten klein M. nun also abgeholt und waren selbst noch total überrascht, dass das so einfach geklappt hatte. Aber M. und ich machten ab, dass wir ein schönes Wochenende verbringen wollten, egal was am Dienstag bei der Verhandlung passieren würde.

Also mal sehen….

Am Samstag fuhren wir zu einem Stadtfest. Wir wollten dort einen entspannten, schönen Tag verbringen. Doch auf dem Weg dorthin klingelte M.’s Handy. Wir schauten uns verwundert an, aber ich musste ja fahren und die Kleine hörte Musik mit ihren Kopfhörern. Also ging M. einfach mal ran, obwohl er die Nummer nicht kannte. Ich konnte nicht viel verstehen, aber irgendetwas war passiert. Als M. aufgelegt hatte, erzählte er mir und zum Glück bekam die Kleine nichts mit, dass das die Oma von ihr gewesen sei. Ja genau die, die uns nach unserem Sommerurlaub so blöd angemacht hatten.

Was wollen die denn? 

M. erklärte mir, dass sie bitterlich weinte am Telefon und fragte, ob wir die Kleine dieses Wochenende bei uns hätten. Er sagte, dass sie nichts weiter erklärte außer das sie klein M. schon lange nicht mehr gesehen hätten und sie unbedingt mal wieder sehen wollten. Sie hörte gar nicht auf zu weinen, meinte er und er wusste, dass da irgendetwas nicht in Ordnung sein würde. Also versprach er ihr, dass wir auf dem Rückweg vom Stadtfest bei ihnen vorbei kommen würden.

Ich war nicht sonderlich begeistert davon, aber auch ich wusste das da etwas komisch ist und irgendwo interessierte es mich schon, was passiert war. Aber trotzdem machte ich mit M. ab, dass wenn es wieder so ausarten würde wie beim letzten Mal, wir sofort mit der Kleinen gehen würden. So etwas wollte ich nicht nochmal erleben und so kurz vor der Verhandlung wäre das sicherlich auch nicht gut für klein M..

Also waren wir auf dem Stadtfest und versuchten es zu genießen, aber irgendwie zerbrachen wir uns die ganze Zeit den Kopf darüber, was wohl passiert war. M. erzählte immer wieder, dass Frau Ex eigentlich ein sehr gutes Verhältnis zu ihren Eltern hätte und es ihn doch sehr verwunderte, dass sie die Kleine nicht mehr besuchen dürften. Außerdem hatte Frau Ex sich immer von ihren Eltern finanzieren lassen und das würde sie doch nicht einfach aufgeben oder? Fragen über Fragen!

Auf dem Rückweg erzählten wir klein M. dann, dass wir Oma und Opa besuchen fahren würden. Sie freute sich sehr und schrie laut „Jaaaa!!!“, aber dann verstummte sie. „Ich dachte, ich soll Oma nie wieder sehen?“, fragte sie uns. Und wir wussten sofort was Sache war, wieder Manipulation! Also erklärte wir ihr, dass sie natürlich Oma und Opa besuchen dürfte, wenn sie das möchte und schon freute sie sich wieder darauf. Aber dann arbeitete wieder etwas in ihr und sie erzählte uns, dass Papa P. ihr immer erzählte das M. Mama und sie im Stich gelassen hatte und sie deswegen auch uns nicht mehr besuchen gehen sollte. Aber sie sagte, dass wir ja trotzdem immer kamen um sie abzuholen und dann wäre sie auch gerne bei uns.

Ich war schon wieder wütend als ich das hörte. Es kotzt mich immer so an, wenn ich höre was sie ihr immer alles erzählen und was sie ihr damit antun. Abartig!

Naja. Wir kamen dann also dort an und das Tor zum Garten war schon offen. Klein M. stürmte hindurch und die Oma lief ihr entgegen. Sie fielen sich in die Arme und die Oma fing wieder bitterlich an zu weinen. Dann begrüßte sie auch ihren Opa herzlich und die Beiden machten ein Lagerfeuer, während wir uns mit der Oma hinsetzten. Sie wollte uns nicht genau erklären was passiert war, weil es immerhin noch ihre Tochter ist und sie Angst hatte, dass wir es bei der Verhandlung gegen sie verwenden würden.

Glauben sie echt das wir Arschlöcher sind?

Ich sagte ihr, dass wenn wir welche wären, wir jetzt nicht hergekommen wären, damit sie ihre Enkeltochter sehen könnten. Aber egal! Sie erzählte uns dann nur, dass Frau Ex den Kontakt plötzlich abgebrochen hätte. Sie ginge nicht ans Telefon und wenn sie hinfahren würden, dann würde sie die Tür nicht öffnen. Es hieße von ihr, dass die Kleine sie nicht mehr besuchen wollen würde, aber jetzt hatte sie ja gesehen das sie sich sehr freute bei Oma und Opa zu sein. Sie wussten nicht genau was passiert sei.

Wir verbrachten dann unseren Abend dort am Lagerfeuer. Was für ein befremdliches Gefühl sag ich euch! Es fühlte sich so unwirklich an, dass wir da mit ihnen saßen und uns unterhielten, nach allem was beim letzten Mal war. Ich dachte die ganze Zeit an das Telefonat mit ihnen, wo ich ihnen ja doch ziemlich kontra gegeben hatte. Aber irgendwie waren sie doch sehr dankbar, dass wir gekommen waren und scheinbar merkten sie immer mehr das wir gar nicht so böse waren, wie Frau Ex es immer erzählt hatte.

Und als wir dann später in der Ferienwohnung waren, klein M. ins Bett gebracht hatten und wir uns dann selbst hinlegten, lagen wir da so nebeneinander und starrten an die Decke. Wir beide schauten uns dann an und lachten.

Was war das denn für ein krasser Tag? 

Uns bleibt doch auch nichts erspart und Frau Ex überraschte uns immer wieder mit neuen Dingen. Würde das irgendwann aufhören? Jedenfalls machten wir aber ab, dass wir zu mindestens unserer Anwältin am Montag von der Sache erzählen würden. Denn erst wollte Frau Ex uns den Kontakt verbieten und nun durften auch die Großeltern die Kleine nicht mehr sehen. Irgendetwas stimmte doch da nicht?!

Liebe Grüße,
Rose

2 Gedanken zu “-32- Gerichtsverhandlung #3.1

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