-29- Post für M.

Als M. nun also unseren Anwalt angerufen hatte, wurde ihm gesagt, dass unser Anwalt sich die darauffolgenden 2 Wochen im Urlaub befinden würde. Er bekam aber gleich einen Termin für die Woche nach dem Urlaub. Trotzdem ist es etwas blöd gewesen für uns, denn man will ja nicht so viel Zeit verlieren.

Wir mussten eh wieder abwarten!

Da Frau Ex ihren 2 wöchigen Urlaub mit klein M. so gelegt hatte, dass wir die Kleine 5 Wochen nicht sehen konnten, mussten wir sowieso die Zeit irgendwie rumbekommen. Klar waren wir arbeiten, aber an den Wochenenden machten wir uns eine schöne Zeit. Immerhin hatten auch wir es mal verdient den Kopf frei zu bekommen und zu entspannen. Und wir nutzten diese Zeit bis zum Termin und bis wir wieder zu klein M. fahren würde auch ausgiebig. So sehr, dass man kaum noch daran dachte das es eventuell wieder böse Überraschungen geben könnte.

Ich stand mit einer Freundin gerade bei meinen Eltern in der Küche als meine Mutter mit der Post rein kam. „Ein Brief für M.“, sagte sie. Ich nahm den Brief, schaute nur flüchtig auf den Umschlag ohne zu merken, was das für ein Brief war und öffnete ihn während ich weiter in mein Gespräch mit meiner Mutter und Freundin vertieft war. Für M. war es nie schlimm wenn ich seine Post aufmachte, weil es meistens nur Rechnungen oder Werbung waren. Auch dieses Mal war es sicher nicht schlimm für ihn, aber für mich war es ein Schock. Ich redete und redete mit den Beiden und holte so ganz nebenbei den Brief aus dem Umschlag. Mein Blick senkte sich und plötzlich realisierte ich, was ich da in der Hand hielt.

„Kriminalpolizei?“

„Was zum Teufel ist das hier?“, fragte ich die Beiden völlig fassungslos. Plötzlich starrten wir alle Drei auf diesen Brief. Ich las und stellte fest, dass es sich um gleich 2 Anzeigen von Frau Ex an M. handelte. Meine Hände zitterten und ich lief direkt zu uns rüber um das M. zu zeigen. Ich weiß noch wie ich vor ihm stand und nicht wusste, ob ich in Tränen ausbrechen sollte oder schreien vor Wut auf dieser Frau. Ich erzählte ihm, dass er wegen Nötigung und Nachstellung zum Nachteil von Frau Ex angezeigt worden war.

Er setzte sich und sagte nur: „War ja klar!“ M. war kaum noch geschockt darüber, nicht weil da irgendwas dran gewesen wäre, sondern weil es ja kaum noch etwas gab, was Frau Ex nicht schon probiert hätte um ihn endlich loszuwerden. Und auch mir wurde das klar. Sie lies einfach nichts unversucht und ich sagte M., dass wir ja zum Glück eh schon den Termin beim Anwalt hätten und das ja dann gleich mitnehmen könnten. Im Internet las ich nämlich, dass es das Beste sei nicht zur Vorladung der Polizei zu gehen, sondern sich durch einen Anwalt vertreten zu lassen und erst einmal Akteneinsicht zu fordern.

Oh ja und das interessierte mich sehr! Was hatte sich Frau Ex wohl dieses Mal wieder schönes ausgedacht? Ob sie auch bedacht hatte, dass es mit ihren ganzen anderen Lügen auch zusammen passte? Ich war so wütend auf diese Frau, weil ihr einfach jedes Mittel recht war. Und ja wir waren am Familiengericht, aber jetzt geht’s vor das Strafgericht und das ist gleich mal eine andere Hausnummer. Das ist kein Spaß mehr! Und ich hoffte, dass Frau Ex sich auch der Konsequenzen bewusst war. Egal auf welche Art und Weise, aber dieses Echo würde sie nicht abkönnen, das wusste ich.

„Karma ist ne Bitch!“

Das ist etwas, an das ich ganz fest glaube. Jeder bekommt am Ende das was er verdient! Egal was wir schon durchgemacht hatten, egal was wir noch durchmachen müssen, egal wie viel Kraft es uns kosten würde, am Ende wird sie diejenige sein die am Boden liegt. Weil sie ihre gerechte Strafe bekommen wird, für all das was sie uns und vor allem was sie klein M. angetan hat.

Eine Woche später hatten wir dann nun also den Termin beim Anwalt. Zuerst erzählten wir ihm alles was seit der letzten Verhandlung vorgefallen war. Danach schaute er uns entgeistert über diese ganzen Vorfälle und die 2 Anzeigen an und fragte: „Haben sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu beantragen und somit ihre Tochter zu sich zu holen, damit sie da raus kommt?“

„Deswegen sind wir hier!“, sagte M. entschlossen

Wir hatten bereits alles vorbereitet. Ich reichte ihm zum Einen unseren Stichwortzettel, wo wir noch einmal die wichtigsten Dinge zusammengetragen hatten, die wir ihm auch erzählt hatten und zum Anderen reichte ich ihm die Papiere, welche er für den Antrag jedes Mal von M. brauchte. Der Anwalt war total überrascht, dass wir schon alles mit hatten und freute sich, weil er dann ja auch gleich loslegen konnte. Wir schmunzelten und sagten ihm, dass wir ja nun nicht zum ersten Mal hier waren und langsam schon wussten wie der Hase läuft. Danach musste M. noch etwas unterschreiben, damit der Anwalt für Strafrecht aus der gleichen Kanzlei die Akteneinsicht für die Anzeigen anfordern konnte. Und somit sollte auch das seinen Gang gehen und es hieß wieder abwarten. Aber wir waren froh und sind auch irgendwo erleichtert aus der Kanzlei gegangen, weil wir immer noch Hoffnung hatten, dass alles gut werden würde.

Wir werden sehen….

Liebe Grüße,
Rose

 

 

3 Gedanken zu “-29- Post für M.

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