-16- Aufstehen…

…Krone richten und weitermachen! Oder wie sagt man das?
Nach diesem Schock, habe ich die ganze Nacht nicht geschlafen. Auch M. ging es sehr schlecht und ich war froh, als er irgendwann einschlafen konnte. Man kann gar nicht beschreiben wie man sich gefühlt hat. Es war einfach zum Kotzen!

Wie geht’s jetzt weiter?

Tja, wenn ich das gewusst hätte. Ich saß schon früh bei uns im Wohnzimmer. Langsam wurde es draußen hell. Das alles ging mir immer und immer wieder durch den Kopf. Ich dachte auch an die Zeit vorher. Ich mein, ja sie sind getrennt, aber die Beiden haben sich doch mal geliebt. Und auch danach waren sie doch gute Freunde. Auch ich lernte sie nach meinem Brief damals kennen. Manchmal schrieben wir oder schickten uns Bilder von süßen Mädchenklamotten, damit ich vielleicht mal etwas nähen kann. Gesehen haben wir uns bei den Übergaben auch. Und ich muss sagen, eigentlich war Frau Ex eine nette Person. Ich konnte mir damals sogar vorstellen, dass es mit uns allen gut als Patchworkfamilie klappen könnte. Aber nun saß ich da und fragte mich, wie der gleiche Mensch einem so etwas antun konnte? Was ist mit dieser netten Person passiert?
Ich konnte es nicht verstehen. Aber die nette Person war dann für mich abgeharkt!
Diese Person gibt es nicht mehr! Auch M. konnte sie nach all den Jahren nicht mehr wiedererkennen. Er konnte sie nicht mehr einschätzen…

Nachdem ich dieses Thema also gedanklich beendet hatte, machte ich mich daran darüber nachzudenken, wie ich M. helfen konnte. Als er etwas später dann auch wach war, setzen wir uns hin und schrieben unsere Argumente auf. Dann informierten wir noch unseren Anwalt darüber, denn M. hatte 2 Wochen Zeit um zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Auch Frau H. vom Jugendamt informierte er darüber.

Und nun? Abwarten?

Gleich Montag meldete sich unser Anwalt. Er beruhigte M. ein wenig, indem er ihm erklärte, dass Frau Ex hätte viel früher damit kommen müssen. Wenn ihre Mutter das angeblich schon im Oktober festgestellt hatte, dann hätte sie von Anfang an etwas sagen müssen. Im Nachhinein damit zu kommen ist sehr fragwürdig. Auch wurde klein M. in keiner Weise untersucht, also sie ist nicht zum Arzt gegangen. Selbst wenn die Kleine den Kopf irgendwo gegen geschlagen hat, dann hätte man davon irgendetwas sehen müssen. Aber es wird behauptet ohne irgendwelche Beweise.

Auch Frau H. meldete sich zu Wort. Diese war aber vollkommen durcheinander. Denn am Freitag war Frau Ex mit einer Freundin bei ihr. Von den ganzen Vorwürfen erwähnte sie aber überhaupt nichts. Frau H. machte ihr dann auch nochmal klar, dass sie hätte den Urlaub nicht ausfallen lassen dürfen. Aber eigentlich waren sie nur da, weil es Frau Ex ja sehr schlecht ging. M. würde sie immer belästigen und ihr böse E-Mails schreiben, die Frau H. nicht von ihm bekommen würde. Sie würde immer nur die Guten bekommen. Und durch ihre Risikoschwangerschaft braucht sie nun mehr Ruhe. Deshalb wollten sie mit Frau H. absprechen, ob nicht die Freundin sich um die Übergaben und den E-Mailkontakt kümmern könnte. Sozusagen als Mittelsperson. Dies besprach dann Frau H. mit M. und sie waren beide in der Hoffnung, dass der Kontakt dann vielleicht etwas besser funktionieren würde und wollten dem Ganzen eine Chance geben. Über die Vorwürfe war sie natürlich empört und riet ihm abzuwarten, was beim nächsten Umgang passiert.

Denn der nächste Umgang stand nun auch wieder vor uns….

Liebe Grüße
Rose

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