-13- Das Wiedersehen

Der Tag war gekommen und M. konnte seine Tochter endlich wiedersehen. Ich freute mich auch sehr und gemeinsam waren wir unendlich aufgeregt! Auf dem Weg im Auto malten wir uns die unterschiedlichsten Dinge aus. Wie wird es wohl sein, wenn sie uns sieht? Gespannt standen wir dann vor dem Haus und warteten.

Papaaaa!!!!

Die Tür ging auf und ein strahlendes, glückliches kleines Mädchen kam auf uns zu gerannt. Von der Treppe aus sprang sie M. richtig in die Arme. Daraufhin folgten Küsse und Umarmungen. Sie war so aufgedreht und freute sich sehr. Als ich dann zum Eingang schaute und dort Frau Ex mit Mann standen, sah ich nicht gerade begeisterte Gesichter. Zu uns kamen sie nicht, drehten dann auch gleich um und gingen wieder in ihre Wohnung. Und wir drei fuhren los!

Im Auto erzählte und erzählte die Kleine pausenlos. Soviel gab es, was wir verpasst hatten. Papa, ich hatte doch Geburtstag, wo warst du? Papa, der Weihnachtsmann hat Geschenke gebracht, bei euch auch? Habt ihr auch die bunten Knaller gesehen? Ach Papa, ich habe euch vermisst!

In diesem Moment schossen mir die Tränen in die Augen. Ich blickte kurz zu M. rüber und auch er strahlte vor Freude. Ich war so glücklich. Die ganze Last viel von einem ab und dann noch zu hören, dass sie an uns gedacht hat, dass sie uns vermisst hat. Wir alle waren so glücklich und M. wusste einfach, dass es richtig war nicht aufgegeben zu haben.

Auch wenn es viel Stress war, es hat sich gelohnt!

Wir hatten ein echt schönes Wochenende. Komisch war nur, dass sie keine Wechselunterwäsche dabei hatte. Zum Glück hatten wir aber etwas dabei, eigentlich für den Notfall. Im Allgemeinen war die Tasche nicht wirklich tauglich gepackt. Draußen lag Schnee, aber so richtig warme Sachen waren nicht dabei, auch keine Schneesachen. Somit konnten wir den Schnee nur vom Fenster aus beobachten.

Nachdem wir sie dann am Sonntag wieder nach Hause gebracht haben, schrieb M. der Ex eine E-Mail. Er erklärte ihr, dass es etwas doof war mit den Sachen.
Eine Antwort gab es aber nicht.

Da er immer noch im Kontakt mit Frau H. vom Jugendamt war, suchte er dort Rat. Er schilderte ihr von der Aktion mit der SMS und den Sachen. Nicht um Frau Ex schlecht zu machen, sondern weil er wissen wollte, wie er damit umgehen soll in Zukunft. Sie erklärte ihm ein paar Dinge und war dann auch sehr froh, dass klein M. sich so gefreut hat ihn wiederzusehen. Sie sagte, dass sie schon Angst hatte, dass sie sich entfremdet hat in der langen Zeit. Und M. war nach dem Gespräch auch beruhigter und deshalb fühlte ich mich auch schon besser.

Also, Ende gut alles gut?

Liebe Grüße
Rose

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