-8- Das Gewitter über uns…

…hörte nicht auf! Eigentlich waren wir so guter Dinge, aber nach dem Gespräch der Ex mit Frau H. wurde alles nur noch viel schlimmer. Die Ex blockte uns beide überall, löschte sich bei sämtlichen sozialen Netzwerken und bestand nur noch auf Kontakt über E-Mail. Als dann wieder ein Wochenende bevorstand, an dem wir klein M. abholen wollten, schrieben wir ihr eine E-Mail und es kam nur zurück, dass sie bei Oma und Opa sei, also wir sie nicht sehen dürfen.

M. telefonierte wieder mit Frau H. und diese erklärte, dass sie die Kindesmutter über ihre Pflichten aufgeklärt habe und sie sich eigentlich daran halten wollte. Da M. seine Tochter nun schon fast einen Monat nicht mehr sehen durfte, sah Frau H. die Bindung zwischen Vater und Tochter in Gefahr.

Also…wieder keine Zeit verlieren!

So kam von ihr die Aufforderung einen Antrag ans Gericht zu stellen. Und so konnten wir direkt unseren Anwalt anrufen. Wir waren echt fertig. Wie soll ich euch das beschreiben? Man wusste einfach gar nicht, was los ist. Man funktionierte nur und versuchte einfach alles, um klein M. wieder sehen zu dürfen. Es war einfach quälend, weil man sich so hilflos und machtlos fühlte. Und wir fragten uns immer wieder, wie es klein M. wohl geht? Was ihr erzählt wird, warum ihr geliebter Papa plötzlich einfach nicht mehr da ist? Ob sie ihn auch so vermisst, wie er sie?

Wir wussten nichts mehr….

Also wurde ein Antrag auf Umgang ans Gericht gestellt. Trotzdem schrieben wir der Ex alle 2 Wochen, ob wir die Kleine sehen können. Meistens erhielten wir erst gar keine Antwort mehr. Vor lauter Verzweiflung sind wir trotzdem jedes zweite Wochenende dort hingefahren. Wir sind nicht zum Haus gegangen, aber wir haben jedes Mal pünktlich auf dem Parkplatz gewartet, immer zu der Uhrzeit, die vorher mal abgemacht war. 15 Minuten haben wir gewartet und sind dann wieder gefahren. Wir hatten immer die Hoffnung, dass sie sie vielleicht doch rausbringt.

Nichts. 4 Monate…einfach nichts! 

Das Schlimmste war, als klein M. Geburtstag hatte. Wir schrieben ihr wieder, ob wir sie wenigstens am Geburtstag anrufen können. Aber wie immer, keine Antwort. M. war in der ganzen Zeit einfach total fertig. Ich war es auch, aber vergleichen kann man das nicht. Und wir wussten einfach nicht, warum das alles so passiert.

Mein Bauchgefühl sagte mir immer wieder „Habe Hoffnung, sei stark!“ Aber einfach war das überhaupt nicht. Doch ich versuchte es. Ich las so viel. Ich beschäftigte mich mit diesem Thema eigentlich pausenlos. Einfach weil ich irgendetwas tun wollte. Ich wollte M. irgendwie helfen, ich wollte ihm beistehen. Und er war froh darüber. Ich war der Kopf der ganzen Sache. Ich wusste was wir dürfen und was nicht. Welche Rechte und Pflichten es gibt. Was man lassen sollte, um nicht irgendwelche Gerichtsentscheidungen zu gefährden. Ich wusste wahrscheinlich „fast“ alles.

Und das gab uns das Gefühl von Sicherheit. Das wir einfach nicht blind in diese ganze Sache reinlaufen, ohne überhaupt etwas darüber zu wissen. Das war unser Vorteil. Denn wir merkten schnell, wenn Ex denn mal antwortete und etwas wollte, meistens Geld, dann wussten wir was zu antworten ist. Und sie hatte scheinbar keine Ahnung, was ihr Rechte und Pflichten sind. Und informieren, wozu?

Aber dann, dann kam der erste Hoffnungsschimmer….

…Post vom Gericht! Die Einladung zur Verhandlung!

Liebe Grüße,
Rose

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