-3- Gehe vorwärts…

…und habe Mut, sagte mir mein Bauchgefühl.
Doch ich war mir sehr unsicher. Wir ihr wisst, war die Belastung für mich sehr groß. Ich wollte einfach dazugehören und die Tochter meines Partners kennen lernen.

M. hat nach Weihnachten oft versucht mit der Ex zu sprechen. Manchmal kam er wieder und wusste nicht was er noch machen sollte. Sie wollte einfach nicht!
Sie hatte scheinbar Angst. Sie fing bei den Gesprächen manchmal an zu weinen und äußerte, dass sie Angst davor hat, das ich die neue Mama sein will. Sie möchte nicht, dass ihre Tochter vielleicht Mama zu mir sagen wird.
M. konnte das nicht verstehen. Er wusste, dass das nicht meine Absicht war und er erklärte ihr immer wieder, dass sie immer nur eine Mama und einen Papa haben wird.
Ja, auch das versprach sie ihm. Er würde immer der Papa sein und sie die Mama!

Doch ändern wollte sie nichts. Sie bräuchte einfach noch Zeit.
Irgendwann klopfte mein Bauchgefühl an und mir kam die Idee, dieser Frau einen Brief zu schreiben. Ich sprach mit M. darüber und er war sich unsicher, ob das etwas helfen würde. Das machte auch mich erst unsicher. Aber was habe ich zu verlieren?

Hallo F., du kennst mich noch nicht…

und deswegen dachte ich mir, dass ich dir schreibe. Ich bin Rose und ja ich bin 10 Jahre jünger als M., aber das stört uns überhaupt nicht. Ich möchte dir gerne schreiben, wie ich mir die Zukunft vorstelle, damit du vielleicht einen Eindruck von mir erhälst.

Ich möchte nicht die neue Mama für eure Tochter sein. Du bist ihre Mama und das sollst du auch immer bleiben. Wenn ich so daran denke, dann möchte ich eher eine Freundin für sie sein. Deshalb möchte ich dir auch sagen, dass es mich echt traurig macht, nicht auch an allem teilhaben zu können.
Ich würde eure Tochter so gerne kennen lernen. Ich wünsche mir so sehr, dass sie glücklich ist und dass wir alle zusammen daran arbeiten.
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass wir irgendwann mal etwas gemeinsam machen. Stell dir doch mal vor wie schön das für sie wäre, wenn sie Zeit mit allen verbringen kann ohne Streit oder irgendwas. Ihr zu Liebe sollte wir daran festhalten, denn das sie glücklich ist, steht doch für uns alle an oberster Stelle!
(Ich erzählte noch ein bisschen von mir und meinen Ideen für die Zukunft.)

Danach abgeschickt und nun abwarten!

Ein paar Tage später bekam ich von M. einen Anruf, nachdem er bei seiner Tochter war.
Das war eigentlich ungewöhnlich, weil er danach immer einkaufen geht. Er erzählte mir, dass F. meinen Brief gelesen hat. Sie war etwas komisch, aber dann war auch er sehr überrascht. Sie sagte ihm, dass es für sie noch sehr schwer ist, aber sie es trotzdem versuchen möchte.

Rose! Du darfst meine Tochter beim nächsten Mal sehen!

Rose? Hallo? M. war verwirrt, weil ich nicht reagierte und er vor Freude tanzte.
Ich war sprachlos und mir liefen die Tränen. Weinst du? Jaaaa….
Meine Freude war überwältigend. Das ich weinen musste, hatte ich selbst nicht gedacht. Das war einfach der Moment, auf den ich seit Wochen und Monaten gewartet habe.
Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie ich mich gefühlt habe. Es war unglaublich und ich konnte nicht verstehen, dass das wirklich gerade passiert ist. Dann ging es in meinem Kopf los. Oh mein Gott, M.! Was ist wenn sie mich nicht mag? Wie soll ich denn sein, wenn ich sie das erste Mal sehe? Was soll ich machen?
Und dann treffe ich sie ja schon am nächsten Wochenende! Nur noch eine Woche….

Liebe Grüße,
Rose

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